Naturbursch-Rules

  •  Teamspirit (Teamgeist)

Du blickst zurück und siehst keine Spur: du wurdest getragen.

Sei mit Herz und Verstand ein Teamplayer!

 

Das Wir steht hierbei im Vordergrund und nicht das Ich. Teamgeist ist eine starke Form des Wir-Gefühls. Ich kann mich der Gruppe anvertrauen, ich kann mich fallen lassen. Wenn Gruppen es schaffen solche Gefühle zu erzeugen, sind sie unglaublich lernfähig, leistungsstark und handlungsfähig. Csikszentmihalyi hat diesen Zustand als „Flow“ bezeichnet.

Sätze die heute gern geäußert werden, wie „ich kann und will es nicht jedem Recht machen“, sollten aus dem Sprachgebrauch verbannt werden. Es ist zwar im Moment unpopulär, aber der Teamleader sollte vorerst versuchen, auf alle Mitglieder in seiner Gruppe oder seinem Team einzugehen. Dieses Verhalten bewährt sich auch in einer Partnerschaft, denn wenn man weniger an sich denkt, sondern an die Bedürfnisse des anderen, dann wird einem viel Wohlwollen, Vorschussvertrauen und Leistungswillen entgegengebracht. Diese gute Beziehungsebene ist die Basis für Entspannung und Leistungsbereitschaft. Der Teamleader erhält durch die Offenheit der Mitglieder Überblick und kommt damit in die Situation, komplexe Gruppenbedürfnisse mit zu gestalten und auch zu lenken.

Der Satz, “Ich möchte es allen recht machen“, ist für mich ein schöner Ansatz. Das alles hat nichts, ja gar nichts damit zu tun, keine eigene Meinung zu haben oder schwach zu sein! Wir vertreten unsere eigene Meinung, nehmen uns dabei aber nicht so wichtig wie die Gruppe selbst oder das gemeinsame Ziel.

„Wir kämpfen mit Überzeugung für Weiterentwicklung und Weiterlernen und glauben fest daran, dass genau die Weiterentwicklung das Menschsein ausmacht! Helft mit eurer ganzen Kraft und Einstellung aus Mustern auszubrechen und bewahrt euch den Blick aufs Ganze.“
 

 

  • To take care of (sich kümmern, bemuttern, umsorgen)

“Ich bleib für dich wach”

Sich um andere zu kümmern, passt so gar nicht in eine “professionelle” Arbeitswelt. Dort sollten Emotionen am besten an der Eingangstür abgegeben werden, so dass ein immer gleiches Leistungsniveau gewährleistet wird. Aus unserer Erfahrung verhält man sich als Teamleader dann professionell, wenn man Emotionen nicht ausblendet oder als unakzeptabel verbannt, sondern wenn man sich menschlicher Emotionen bewusst ist und mit ihnen umgehen kann.

Das Bild vom Menschen müsste sich, aufgrund eines bahnbrechenden Forschungserfolgs aus der Neurobiologie, in den nächsten Jahren grundlegend ändern.

Auf der Suche danach, was unser körpereigenes Motivationssystem dazu veranlasse aktiv zu werden, beziehungsweise ein Ziel zu verfolgen, sei man erst im Laufe der letzten Jahre zu einem verblüffenden Ergebnis gekommen. „Kern aller Motivation [des Menschen] ist es, zwischenmenschliche Anerkennung, Wertschätzung, Zuwendung oder Zuneigung zu finden und zu geben.“ (Bauer, 2008, S.36)

Eine Serie von teilweise überaus aufwendigen Untersuchungen habe ergeben, dass sich unsere körpereigenen Motivationssysteme ohne Chance auf soziale Zuwendung abschalten und allein bei der Aussicht auf Anerkennung und Liebe anspringen würden. Alle Ziele, die wir im Rahmen unseres normalen Alltags verfolgten, wie etwa materielle Anschaffungen, finanzielle oder berufliche Ziele, seien lediglich Mittel um den eigentlichen, meist unbewussten, Sinn des Erwerbs oder des Erhalts von zwischenmenschlichen Beziehungen zu verfolgen. „Das Bemühen des Menschen, als Person gesehen zu werden, steht noch über dem, was landläufig als Selbsterhaltungstrieb bezeichnet wird.“ (Bauer, 2008, S.39)

Aus diesem Grund ist das Umsorgen und sich kümmern eine Grundhaltung, die Vertrauen und Wohlbefinden schafft. Mit „to take care of“ ist weder bevormunden, noch für andere entscheiden gemeint. Ziel ist immer eine gleichwertige und selbständige Partnerschaft.

  • Face to face (ganz persönlich)

Face to face bedeutet, dass man, wann immer es möglich ist, ein persönliches Gespräch einer anderen Kommunikationsform vorzieht. Telefon, Email oder SMS sollten vermieden werden, wenn man sich auch schnell persönlich treffen kann. Ein persönliches Treffen fördert die Teambindung und ist notwendig, um sich immer wieder gemeinsam auf ein Ziel auszurichten. Auch fällt unter diesen Punkt, dass man Erfolge gemeinsam feiert und sich damit die notwendige gegenseitige Anerkennung zukommen lässt, die der Mensch zum Leben und zum Leisten braucht.

 

  • Everybody is unique (jeder von uns ist einzigartig)

Jedes Teammitglied ist einzigartig und verfügt über eine ganz besondere Kombination aus Charakter, Fähigkeiten und Erfahrungen. Dementsprechend unterschiedlich ist seine Wahrnehmung.

Alles was wir wahrnehmen, werde durch unser bereits vorhandenes Wissen beeinflusst, denn die Wahrnehmung lebe vom Erkennen-Können. Was wir nicht kennen, könnten wir nicht (differenziert) wahrnehmen, was bedeute, dass diese Informationen als nicht relevant von unserem Gehirn aussortiert würden. (Birkenbihl, 2010, S. 47)

Da jeder einzelne Mensch andere Interessen und Erfahrungen hat und demnach über ein anderes Wissen verfügt, nimmt er andere Dinge wahr. Daraus ergibt sich im Wesentlichen die Unterschiedlichkeit der Menschen, die durch Kommunikation überbrückt werden muss.

Ein Beispiel hierzu aus meiner Praxis als Trainer: Teilnehmer, die zum ersten Mal Klettersteig gehen, finden mit ihren Füssen am Felsen oft keinen Halt, so dass sie abrutschen. Bei schwierigen Passagen sage ich die Fußtritte am Felsen an und zeige sie ihnen, was eine deutliche Erleichterung für den Gast darstellt. Es dauerte noch eine Weile, bis ich richtig verstehen konnte, was das eigentliche Problem war: nicht die Schuhe oder Fußstellung waren Auslöser des Abrutschens, sondern sie konnten die Fußtritte, also kleine bis mittelgroße Vertiefungen oder Ausbuchtungen im Felsen, nicht sehen. Erst mit der Zeit schärfte sich ihre Wahrnehmung, so dass es ihnen deutlich leichter fiel, sich am Felsen zu bewegen.

Der Teamleader hat die Aufgabe, sich auf die Suche nach den Talenten und Stärken seiner Teammitglieder zu begeben und sie dort einzusetzen, wo sie ihr Potential voll entfalten können.

 

  •  Have a heart (sei ein Mensch)

„Sei ein Mensch“ bedeutet so viel wie: sei authentisch. Menschlich sein bedeutet, Emotionen und Bedürfnisse, Träume und Wünsche zu haben und auch, Fehler zu machen. Es ist professionell, wenn man mit Emotionen, Bedürfnissen und Fehlern umgehen kann und nicht so tut, als gäbe es sie in der Arbeitswelt nicht. Der Mensch ist kein Computer, kein Strichcode und auch nicht durch einen anderen ersetzbar. „Sei ein Mensch“ bedeutet nicht, sich gehen zu lassen, sich etwa mit den Worten „ich bin halt so“, „meine Familie konnte noch nie…“ für Unvermögen oder Unlust zu entschuldigen. Schuldzuweisung bedeutet immer auch Verantwortung abzugeben, was aber bedeutet, andere für sich denken und handeln zu lassen.

Es bedeutet selbst zu denken, seine Handlungen zu reflektieren und sich bewusst zu entscheiden, wie man selbst sein und handeln möchte.


 

  • Act like a role model (sei ein Vorbild)

Als Teamleader steht man zumindest zeitweilig im Zentrum der Aufmerksamkeit. Alle Blicke und Handlungen werden bewusst und unterbewusst von den Mitarbeitern registriert. Wenn wir teamfördernde Kommunikation von unseren Mitarbeitern erwarten, müssen diese auch vorgelebt werden. Der Mensch lernt sehr schnell durch Vorstellung (Simulation) und Nachahmung. Giacomo Rizzolatti entdeckte 1995 die Ursache für das schnelle Lernen durch Nachahmung: die Spiegelneuronen. Unser Gehirn ist in der Lage, Handlungen, die es selbst noch nicht ausgeführt hat, durch Beobachtung im Gehirn zu simulieren. Ein Kind, das sich wünscht Fahrrad zu fahren und aus diesem Grund oft beim Fahrradfahren zuschaut, lernt es auch leichter.

„Spiegelneurone sind das neuronale Format für einen überindividuellen, intuitiv verfügbaren, gemeinsamen Verständnisraum.“ (Bauer, 2006, S. 106) Spiegelneurone sind demnach der Ursprung beziehungsweise das „Werkzeug“, welches soziales und kooperatives Verhalten möglich macht.

Daraus ergibt sich, dass sich das Verhalten des Teamleaders im Verhalten der Mitarbeiter wiederspiegeln wird. Sein Umgang und seine Einstellung mit und zu anderen Themen werden ebenso beleuchtet, wie die berufliche Einstellung.

Der Teamleader erstellt in Zusammenarbeit mit seinem Team Richtlinien für den Umgang miteinander und mit anderen Personengruppen. Es ist nun seine Aufgabe diese Richtlinien umzusetzen, indem er sie vorlebt. Dies erfordert viel Selbstdisziplin und lebenslanges Lernen, jedoch ist das Vorleben die effektivste Form der Führung die es gibt.


 

  • Don´t push (nicht drängen, bevormunden)

Herausforderungen sind für das Team und für den einzelnen Menschen absolut notwendig. Sie aktivieren unser körpereigenes Motivationssystem, in dem Dopamin ausgeschüttet wird, welches uns handlungsbereit macht, so dass wir voller Tatendrang sind.

Herausforderungen ermöglichten uns, uns vor uns selbst und unseren Mitmenschen zu bewähren, deren Anerkennung zu erhalten und damit unseren Motivationssystemen ein lohnendes Ziel zu bieten. (Bauer, 2008, S.69)

Allerdings kann man nur dann den Gewinn, die soziale Anerkennung und den Stolz auf sich selbst, einstreichen, wenn man selbst oder das Team die Herausforderung gemeistert hat. Wird man in seiner Lösungskompetenz eingeschränkt, bevormundet oder gar angewiesen, ist keine Aussicht auf soziale Anerkennung vorhanden und unsere Motivationssysteme schalten sich ab. Aus diesem Grund gibt es in unseren Teamleader-Rules „don´t push“. Herausfordern, Ziele und Visionen vorgeben und coachen sind motivationsfördernd. Drängen, Bestimmen, Bevormunden ist demotivierend und begünstigt, dass sich die Mitarbeiter nicht mehr verantwortlich für das Ergebnis fühlen. Unser Ideal ist aber ein selbstbestimmter, selbst verantwortlicher Mitarbeiter.


 

  • Bit by bit (Schritt für Schritt)„Die Kunst der kleinen Schritte“

Um eine neue Fähigkeit zu erlernen, braucht der Körper und auch der Geist Zeit zum Ausführen, Simulieren und Konstruieren. Lange Erklärungen, die bis ins Detail komplizierte Tätigkeiten oder Vorgänge beinhalten, überfordern unseren Geist und lassen uns resigniert abschalten. Das Ergebnis oder das Gesamtziel sollte klar sein, zum Beispiel Radfahren lernen. Alle weiteren Schritte sollten bit by bit erfolgen: Aufsitzen ->Zeit zum Üben geben, Erste Versuche die Balance zu halten -> Zeit zum Üben geben usw. Auch wenn man meint, man könne durch viel Reden weiterhelfen: Theorie und Ratschläge können die Eigenerfahrung nicht ersetzen! In einem gesicherten Rahmen selbst Ausprobieren lassen, warten und erst wenn sich ein „Problem“ abzeichnet, coachend den nächsten Schritt einbringen.

In den vergangenen Jahren haben wir viele Sicherheitstrainer für den Hochseilgarten ausgebildet. Eine der effektivsten Lehrmethoden ist es, bei komplizierten Vorgängen vorzugeben, dass man selbst den genauen Ablauf vergessen habe. Nichts spornt mehr zum Lernen und zu Leistung an, als die Frage: „Wie ging das gleich noch mal?“ Plötzlich sind alle Köpfe voll bei der Sache und es wird konstruiert und nach Lösungen gesucht. Für diese Methode muss der Teamleader es ertragen, dass seine Fähigkeiten zugunsten des Lernerfolgs anderer in Frage gestellt werden. Eine Herausforderung für das Selbstvertrauen des Teamleaders!

 

  • With the eyes of the other – nothing is easy (mit den Augen des anderen sehen)

“Alles ist schwierig, bevor es leicht wird” (Moslik Saadi) oder der „Fluch des Wissens“. Wenn man selbst etwas gelernt hat oder etwas weiß, kann man sich nicht mehr vorstellen, wie es war, bevor man es wusste. In unserem normalen Sprachgebrauch wird aus diesem Grund folgender Satz verwendet, um zu Leistung zu motivieren: Zuerst erfolgt ein Ratschlag und dann „…es ist ganz leicht!“ Für jemanden der lernt, ist nichts leicht. Mit diesem Satz nimmt man ihm jede Aussicht auf Anerkennung: Wenn man Erfolg hatte, war es ja eh leicht und wenn man versagt, dann kann man noch nicht einmal die „leichtesten“ Dinge. Deshalb wird dieser Satz aus dem Sprachgebrauch der Teamleader verbannt. Welche Sätze noch Motivationskiller sind, kann man nur herausfinden, indem man mit den Augen des anderen zu sehen lernt (Wie würde ich mich fühlen, wenn jemand diesen Satz zu mir sagt? Was motiviert mich?). „Mit den Augen des anderen zu sehen – nichts ist leicht“ bedeutet viel Selbstreflexion. Bewusstes Wahrnehmen, was man sagt, wie man es sagt und wie es beim anderen ankommt. Eine schwere Aufgabe!


 

  • Make a decision (Triff Entscheidungen)

„Stillstand ist der Tod, geh´voran bleibt alles anders“ singt Herbert Grönemeyer in seinem Song „bleibt alles anders“. Diesen Satz bis ins Detail zu reflektieren lohnt sich! Ich vergleiche Entscheidungen treffen gerne mit dem Radfahren. Fahrrad fahren ist faszinierend, denn wenn man von einem anderen Stern käme würde man denken, dass es nicht möglich ist. Zwei Räder bieten keine Stabilität, das Fahrrad fällt um. Erst wenn Bewegung und Balance hinzukommen, kann man sich mit dem Fahrrad bewegen! Wenn man eine Entscheidung trifft, kann man richtig oder falsch liegen, bezogen auf den jeweiligen Kontext. Man bleibt auf jeden Fall in Bewegung, in diese oder jene Richtung. Beim Fahrradfahren könnte dies bedeuten, dass man eventuell im Graben landet oder sicher auf der Straße fährt. Trifft man allerdings keine Entscheidung, verliert man immer, denn dies bedeutet Stillstand. Und bei Stillstand fällt das Fahrrad nun mal um. Keine Entscheidungen zu treffen bedeutet demnach, sowieso zu verlieren und wenn es der Verlust an Selbstvertrauen ist.

In einem Team müssen Entscheidungen zusammen gefällt und getragen werden. Jeder muss sein Tun und sein Lassen selbst verantworten und sich in das Team einbringen. Dadurch werden Teamentscheidungen von allen akzeptiert und von allen getragen, ohne Schuldzuweisungen. Fehler sind menschlich und notwendig um zu lernen!

Wir haben immer wieder Entscheidungen zu treffen. Gerade die unangenehmen sind dabei so schwierig für uns. Ein Teamleader sollte versuchen, hier nach einem erlebnispädagogischen Ansatz zu verfahren und Störungen und Probleme vorrangig zu behandeln. Probleme und unterschwellige negative Gefühle sofort aussprechen, damit sie auf dem Tisch sind und gelöst werden können. Im Ansatz erkannt, ist das Problem noch nicht so groß, wie es eventuell werden kann, wenn man Zeit verstreichen lässt und nicht eingreift. Alles Angesprochene kann man lösen, Unterschwelliges gärt und wächst langsam. Macht eine Methode hieraus, schult eure Beobachtung, nehmt den schwierigen Weg.


 

  • Easiness (Leichtigkeit)

Sorgen und Probleme machen das Leben schwer. Dementsprechend gedrückt ist oft die Stimmung. Der Teamleader sollte immer wieder versuchen sich von dieser Stimmung zu befreien und Leichtigkeit vorzuleben. Das ist zwar sehr schwer, aber das Leben geht grundsätzlich weiter, auch wenn man viel Arbeit hat. Ein Förderer von Leichtigkeit ist die gute Vorbereitung. Gut vorbereitet, kann man viel flexibler reagieren und somit leichter in den Tag gehen. Ein weiterer Förderer von Leichtigkeit ist, auch wenn man dies nicht erwarten würde, Pünktlichkeit. Zur Arbeit hetzen oder von Termin zu Termin bringt den coolsten Teamleader aus dem Tritt. Frühzeitiges Aufstehen und auch Termine absagen oder auf einen anderen Tag verlegen, gehört hier dazu, ebenso wie Pausen zur Regeneration.

Eine unserer Trainerinen drückt es wie folgt aus:

 

Was zieht uns wieder hoch, wenn einfach alles schief geht und ein Missgeschick nach dem anderen passiert? Die richtige Haltung! Denn umso lockerer wir mit Fehlschlägen umgehen, desto leichter kommt man durch den Tag. Darüber lachen können ist ein guter Anfang. Mehr Spaß, Spontaneität und Entspannung ins Leben lassen – dafür kann man sich jeden Tag neu entscheiden. Und etwas tun! Sich die alltägliche Sause zu erlauben, bringt gleich wieder viel mehr Spaß in den Ernst des Lebens.

Menschen, die einem die gute Laune verderben, wird’s immer geben. Doch sich in die Abneigung hineinzusteigern, macht das Herz sinnlos schwer. Befreiender ist es, die jeweilige Person vor dem inneren Auge zu visualisieren und anzulächeln. Einfach dabei durch die Nase einatmen, durch den Mund ausatmen und wieder-holen. Sobald du die Person siehst, wirst du zu entspannt sein, um dir die Stimmung vermiesen zu lassen.

Es ist wichtig, die Dinge ernst, aber nicht zu schwer zu nehmen. Dabei ist es hilfreich, sich immer wieder vor Augen zu führen, dass sich jede Situation zum Guten wenden lässt. Und dass man nicht allein ist und sich Hilfe holen kann. Sich nicht entmutigen lassen, wenn man es einmal nicht geschafft hat, sondern immer wieder aufstehen und weitermachen. Man hat jeden einzelnen Tag neu die Chance dazu, Dinge zu ändern. Dafür ist es nie zu spät.

Veränderbare Dinge sollen angegangen werden. Unveränderbare Gegebenheiten müssen wir akzeptieren und annehmen lernen.“

Die Dinge schönreden, bringt nichts. Noch weniger nützt es, sie schlechtzureden. Deshalb Negativ-Mantras wie „Wie soll ich das alles nur schaffen? Warum gerade ich? Womit habe ich das verdient?“ aus seinem Wortschatz verbannen.

Wenn du deinen negativen Gedanken stets folgst, bestimmen sie immer mehr dein Dasein. Es gibt stets Momente im Leben, da ist man unausgeglichen, frustriert, eifersüchtig oder traurig. Das darf auch sein. Doch wir können unsere Gedanken beobachten und sie liebevoll in eine andere Richtung lenken. Nur wer sich seine Leichtigkeit bewahrt, hat auch genug Elan, um belastende Situation zu meistern. Frage dich: „Wie würde ich reagieren und handeln oder sprechen, wenn es mir jetzt super gut gehen würde?“ Richtig! Übernimm die Verantwortung für deine Gedanken. Ersetze unnötige, lästige Gedanken durch ein lautes „YES BABY

 

  • Appreciation (Wertschätzung)

Wertschätzung, also den Wert des anderen zu schätzen und selbst Wertschätzung zu erhalten, ist für den Menschen ebenso wichtig wie Essen oder Atmen. Ein Grundbedürfnis.

Der Begriff bedeutet auch, verschiedene Werte zu haben. In welcher Wertewelt ist man selbst aufgewachsen und mit welchen Werten und Wertvorstellungen leben die Kollegen.

Eine Methode, um Wertschätzung zu vermitteln, ist das schnelle Namen merken des Gegenübers. Es ist erstaunlich, wie viele Menschen entschuldigend sagen „ich habe kein gutes Namensgedächtnis“. Dies ist ein negativer Glaubenssatz, ein Namensgedächtnis gibt es nicht. Es gibt ein Gedächtnis und dieses merkt sich, was wichtig ist. Namen merken sollte in der Prioritätenliste auf Platz Nummer eins stehen. Es gibt verschiedene Methoden, wie man sich Namen merken und sein Gedächtnis trainieren kann. Diese Techniken werden im Seminarteil vorgestellt.

Wertschätzung bedeutet nicht, dass man dem anderen zuliebe keine eigene Meinung mehr hat oder aus Harmoniegründen Dinge tut, die man selbst nicht tun würde. Dieses Verhalten nennt man Mitläuferschaft. Es geht bei uns immer um eine gleichberechtigte Partnerschaft. Es bedeutet vielmehr den Fokus von sich ein wenig mehr auf die Sicht des anderen zu lenken, ein Gentleman (oder –lady) eben.

 

  • Rituals (Rituale)

Rituale sind ein gewaltiges sittliches Element. Sie geben einem Team Geborgenheit und Sicherheit, man ist sie gewohnt, man entspannt sich. Völlig in Vergessenheit geraten und auf schändlichste Weise reduziert und missbraucht ist das Mittagessen (Essen), wie früher im Kreis der Familie. Eines der wirksamsten und schönsten Rituale, das zudem auch noch auf der ganzen Welt praktiziert wird.

Heute, völlig heruntergekommen mit billigem und möglichst schnellem Essen und Sätzen wie, „Hauen wir uns schnell was rein“, ist von diesem Ritual nicht mehr viel übrig.

Der Mensch muss aber essen. Die Tatsache, dass der Mensch Nahrung zu sich nehmen muss, damit er überlebt und Leistung erbringen kann, wird im beruflichen Leben nahezu ausgeblendet. Dies ist aber absolut kontraproduktiv, wenn man von einem Team Leistung und Kooperation fordert. Als Teamleader sollte man sich vielmehr die Wirkung des gemeinsamen Essens zunutze machen: Es verbindet, es entspannt und es bietet viel Raum für gemeinsame Gespräche, die Basis aller guten Ideen sind. Es ist eventuell nicht immer möglich, doch zählt das Ritual „Essen“ zu den Leistungsförderern Nummer eins.

Ein weiteres Ritual ist die gemeinsame Reflexion. Es handelt sich hierbei nicht um eine fachliche Arbeitsbesprechung, sondern um eine ganzheitliche Selbstbetrachtung jedes Mitarbeiters, zu der sich jeder äußern muss. „Übung macht den Meister“ ist ein bekanntes Sprichwort. Dies gilt auch für das Reden, Sprechen und Kommunizieren. Wenn man nicht spricht, kann man sich kommunikativ nicht verbessern. Deshalb ist es wichtig Rituale einzuführen, bei denen jeder Einzelne sprechen muss. Unsere Reflexionsmethode ist das TZI-Modell nach Ruth Cohn (Themenzentrierte Interaktion).

 

Das Naturbursch - Naturmädl Team
 

 

 



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